Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung der Oryx-Plattform von Zolvyn
Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung der Oryx-Plattform von Zolvyn · Stand: 07.09.2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Oryx" zwischen Zolvyn, Inhaber Ronny Wagner, Hauptstraße 123, 66879 Reichenbach-Steegen (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (insbesondere Versicherungsagenturen, Immobilienunternehmen und Vertriebsteams), nicht an Verbraucher. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Vertragsgegenstand
Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform Oryx als webbasierte Anwendung (SaaS) zur Verfügung. Der Funktionsumfang (z. B. Funnels, Lead-CRM, Inbox, Automationen, Integrationen) richtet sich nach dem jeweils gebuchten Plan gemäß der aktuellen Leistungsbeschreibung auf zolvyn.io.
Die Software wird auf Servern in Deutschland betrieben und über das Internet bereitgestellt. Eine Überlassung der Software selbst (z. B. als Download) erfolgt nicht. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht.
Der Anbieter darf die Plattform weiterentwickeln und ändern, soweit der vertraglich vereinbarte Kernfunktionsumfang erhalten bleibt.
§ 3 Kostenlose Testphase
Neukunden können die Plattform 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen. Für die Testphase ist keine Zahlungsmethode erforderlich. Die Testphase endet automatisch; es entsteht kein kostenpflichtiges Abonnement, sofern der Kunde nicht aktiv einen Plan bucht.
Der Anbieter kann den Funktionsumfang während der Testphase einschränken. Daten aus der Testphase werden bei anschließender Buchung übernommen, andernfalls nach z. B. 30 Tagen gelöscht.
§ 4 Vertragsschluss
Der Vertrag kommt zustande, indem der Kunde online einen Plan bucht und der Anbieter die Buchung bestätigt bzw. den Zugang freischaltet. Beim Plan „Managed" kommt der Vertrag durch individuelles Angebot und Annahme zustande.
§ 5 Preise und Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf zolvyn.io ausgewiesenen Preise des jeweils gebuchten Plans. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Maßgeblich ist stets die zum Buchungszeitpunkt auf der Website ausgewiesene Preisliste; eine Bezifferung einzelner Beträge in diesen AGB erfolgt bewusst nicht.
Der Kunde wählt bei der Buchung zwischen monatlicher und jährlicher Abrechnung. Bei monatlicher Abrechnung wird das Entgelt monatlich im Voraus fällig, bei jährlicher Abrechnung für den gesamten Abrechnungszeitraum im Voraus. Der bei jährlicher Zahlweise ausgewiesene Preisvorteil gilt nur für die volle Vorauszahlung des Jahreszeitraums.
Die Zahlung erfolgt über die angebotenen Zahlungswege (z. B. Stripe, PayPal). Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter nach erfolgloser Mahnung berechtigt, den Zugang bis zum Ausgleich der offenen Forderung zu sperren.
Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens 6 Wochen im Voraus in Textform an. Der Kunde kann zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen. Für einen bereits im Voraus bezahlten Abrechnungszeitraum wirken Preisänderungen nicht.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Die Laufzeit richtet sich nach der gewählten Zahlweise: Bei monatlicher Abrechnung beträgt der Abrechnungszeitraum einen Monat, bei jährlicher Abrechnung ein Jahr.
Beide Seiten können den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Kündigt keine Seite fristgerecht, verlängert sich der Vertrag um einen weiteren Abrechnungszeitraum gleicher Länge. Eine über den laufenden Abrechnungszeitraum hinausgehende Mindestlaufzeit besteht nicht.
Bei jährlicher Zahlweise besteht bei einer Kündigung während des laufenden Jahres kein Anspruch auf anteilige Rückerstattung des im Voraus gezahlten Entgelts; die Leistung bleibt bis zum Ende des bezahlten Zeitraums nutzbar.
Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail an kontakt@zolvyn.io) oder erfolgt über die entsprechende Funktion in der Plattform. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden seine Daten auf Anforderung innerhalb von 60 Tagen in einem gängigen Format zum Export bereit; danach werden die Daten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 6a Unternehmereigenschaft und Widerrufsrecht
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Der Kunde bestätigt bei der Buchung, dass er den Vertrag in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit schließt. Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht für Unternehmer nicht.
Rein vorsorglich für den Fall, dass im Einzelfall dennoch Verbraucherrecht Anwendung findet: Der Kunde verlangt mit der Buchung ausdrücklich, dass der Anbieter mit der Ausführung des Vertrags — der Bereitstellung der digitalen Dienstleistung — bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt. Der Kunde bestätigt zugleich seine Kenntnis davon, dass er durch diese Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB). Beide Erklärungen holt der Anbieter im Buchungsvorgang gesondert ein und dokumentiert sie.
Von diesen Erklärungen unberührt bleibt das Recht beider Seiten zur Kündigung nach § 6.
§ 7 Verfügbarkeit
Der Anbieter erbringt die Leistung mit einer Verfügbarkeit von 98 % im Jahresmittel. Ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung (die nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten stattfinden und vorab angekündigt werden) sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. höhere Gewalt, Ausfälle von Drittanbietern wie Meta, Google, Stripe oder PayPal).
§ 7a Kein Erfolgsversprechen
Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Plattform und ihrer Funktionen, nicht einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Der Anbieter sagt insbesondere nicht zu, dass der Kunde durch die Nutzung der Plattform eine bestimmte Anzahl oder Qualität an Leads, Terminen oder Vertragsabschlüssen erzielt, seinen Umsatz steigert oder bestimmte Kosten senkt.
Der Erfolg von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen hängt maßgeblich von Faktoren ab, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen — unter anderem vom eingesetzten Werbebudget, den Inhalten und Angeboten des Kunden, seiner Zielgruppe, seiner Bearbeitung eingehender Anfragen, dem Wettbewerbsumfeld, saisonalen Schwankungen sowie den Regeln, Preisen und Algorithmen von Drittanbietern wie Meta, Google oder TikTok.
Angaben zu Ergebnissen anderer Kunden, Referenzen, Fallbeispiele und Beispielrechnungen dienen der Veranschaulichung und stellen keine zugesicherte Eigenschaft und keine Garantie im Rechtssinne dar. Eine Garantie übernimmt der Anbieter nur, soweit er sie ausdrücklich und in Textform als solche bezeichnet.
§ 7b Empfehlungsprogramm
Der Anbieter kann Kunden die Möglichkeit einräumen, andere Unternehmen über einen personalisierten Empfehlungslink zu werben. Die Teilnahme ist freiwillig und begründet keinen Anspruch auf Fortbestand des Programms.
Schließt ein geworbenes Unternehmen über den Empfehlungslink erstmals einen kostenpflichtigen Plan ab, erhält der empfehlende Kunde eine Gutschrift in Höhe eines Monatsentgelts seines eigenen zum Zeitpunkt der Gutschrift aktiven Plans. Die Gutschrift wird auf die nächste fällige Abrechnung angerechnet. Ein Anspruch auf Auszahlung in Geld besteht nicht.
Der Anspruch entsteht erst, wenn die erste Zahlung des geworbenen Unternehmens vorbehaltlos eingegangen ist und die etwaige Widerrufs- oder Rückabwicklungsfrist abgelaufen ist. Wird der geworbene Vertrag innerhalb von 60 Tagen rückabgewickelt oder die Zahlung zurückgebucht, entfällt die Gutschrift rückwirkend; eine bereits gewährte Gutschrift kann mit künftigen Entgelten verrechnet werden.
Nicht vergütet werden Empfehlungen an eigene Unternehmen des Kunden, an mit ihm verbundene Unternehmen, an bereits bestehende Kunden des Anbieters sowie Selbstempfehlungen. Der Anbieter kann Gutschriften verweigern oder zurückfordern, wenn der Empfehlungslink missbräuchlich verbreitet wurde, insbesondere durch unerlaubte Werbung (z. B. Spam), irreführende Angaben oder Gebote auf Marken des Anbieters in Suchmaschinen.
Der Anbieter kann das Programm jederzeit mit Wirkung für die Zukunft ändern oder beenden. Bereits entstandene Gutschriften bleiben davon unberührt.
§ 8 Pflichten des Kunden
Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und ist für alle Aktivitäten unter seinem Konto verantwortlich. Er nutzt die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze, insbesondere des Datenschutz-, Wettbewerbs- und Versicherungsvertriebsrechts (z. B. Erlaubnis nach § 34d GewO, soweit erforderlich).
Der Kunde ist für die Inhalte seiner Funnels, die Rechtmäßigkeit seiner Werbemaßnahmen (einschließlich Einwilligungen für E-Mail- und WhatsApp-Kommunikation sowie Tracking) und die Pflege eines eigenen Impressums und eigener Datenschutzhinweise auf seinen Tenant-Seiten selbst verantwortlich.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit der Kunde über die Plattform personenbezogene Daten seiner Endkunden verarbeitet, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Die Parteien schließen hierzu einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag), der Bestandteil dieses Vertrags ist.
Ergänzend gilt die Datenschutzerklärung unter zolvyn.io/datenschutz.
§ 10 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die Summe der vom Kunden in den letzten sechs Monaten gezahlten Entgelte.
Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen. Für den wirtschaftlichen Erfolg der vom Kunden über die Plattform betriebenen Maßnahmen haftet der Anbieter nach Maßgabe von § 7a nicht.
§ 11 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn die Änderung dem Kunden zumutbar ist. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Kaiserslautern.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
